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13 Jahre lang bespielte der Verein ars musica die Bühne im Stemmerhof. Abschiednehmen hieß es über den Jahreswechsel. Ars musica hat kürzlich ein neues Büro am Westpark angemietet. Singer/Songwriter*innen, Autor*innen, Comedians zog es auf die kleine Bühne mit Wohnzimmercharakter. Sessel und Sofas aus den 30iger Jahren, Kinositze, rote Backsteinwände, Bilder an den Wänden aus aktuellen Ausstellungen, eine moderne Licht-und Tontechnik und eine kleine Bar, verliehen dem Theater eine Atmosphäre, die den Besucher in eine andere Zeit schickte. Michaila Kühnemann und Roland Fritsch sorgten für das Programm. Der vom Münchner Kulturreferat geförderte Verein unterstützt hunderte Künstler*innen mit den Geldern und erhält die Theaterkultur in München am Leben. Das Programm reichte von Vernissagen über Musik, Lesungen bis Aufführungen von Comedians und Schauspieler*innen.

Künstler*innen

Die Couchpoeten Tinka Kleffner (in der Nachfolge Uli Mauk) und Roland Fritsch sorgten mit ihrer Literaturbühne regelmäßig für inspirierende Gespräche mit jungen Schriftsteller*innen. Sie haben unter Anmoderation und musikalischer Untermalung aus ihren Büchern vorgelesen. Roland ist außerdem Autor kurzer, humorvoller Geschichten und Prosa, die er auf der Bühne seinem Publikum vorstellt.

Musiker Saschmo Bibergeil spielt am liebsten Gypsy-Jazz. Sein Stil passte nicht nur gut zum Mobiliar des Stemmerhofs, Saschmos Swing sendet uns in die Geburtsstunde des Swing-Jazz – nach Frankreich in die 30iger Jahre. Der Musiker schreibt außerdem eigene Songs mit bluesiger Note und spielt Voodooblues zusammen mit Dr. Will. Den Voodooblues könnt ihr auch anhören auf Facebook im Live-Stream am Donnerstag, den 11.02.21 um 20:00 Uhr.

Sängerin, Musical-Darstellerin und Vocal Coach Stefanie Derner steht entweder mit dem Star Musical Dinner auf der Bühne von Schuhbecks Teatro, sie besucht Theaterbühnen mit ihrem Solo-Programm „a tribute to Eva Cassidy“ und bildet unter dem Namen „Vocal Architects“ Stimmen aus im Bereich Musical und Popgesang. Mit dem Komponisten Mario Stefan Becher und dem Regisseur Oliver Pauli produziert sie derzeit das Hörspielmusical „Reeperwahn“ nach dem Roman von Steffi von Wolf.

Ein Ende mit Schrecken

Ganz planmäßig ist der Auszug aus dem Stemmerhof nicht verlaufen. Eigentlich hätte es nach 13 Jahren nur eine formelle Anpassung des Mietvertrages geben sollen. Der neue Vertrag kam nie bei ars musica an. Stattdessen wurden die Theaterräume des Stemmerhofes als Inserat auf einem Online-Marktplatz gefunden. Die im 21. Jahrhundert beliebte Form des Ghostings hat sich nun auch auf Geschäftsbeziehungen übertragen. Eine langjährige Zusammenarbeit wurde beendet, indem der Partner wie ein Geist aus der Vereinbarung verschwunden war.

Neue Aufgaben mit dem Umzug

Nachdem die anfängliche Verwunderung überwunden war, öffnete sich der Raum für Kreativität. Schnell wurde das Büro am Westpark gefunden. Das neue „Kultürbüro“ – so heißt auch das Format von Michaila und Roland, das demnächst mit einem Livestream auf Sendung gehen wird – wächst langsam in die Rolle einer Agentur hinein. Mit dem Kulturreferat im Rücken freuen sich Michaila und Roland über die neuen Möglichkeiten. Immerhin sind sie nun nicht mehr an eine Räumlichkeit gebunden, sondern können mit den vielen Theaterbühnen der Stadt kooperieren. Von der brandneuen Aula des Kulturzentrums „LUISE“ bis hin zum Freilichtkino im Westpark, sprudeln die Ideen für Flächen für ars musica. Das 13. Jahr des Vereins scheint für Wachstum zu stehen. Das „Kultürbüro“ wird auch feierlich eröffnet werden – mit einem lockdowntauglichen Live-Stream und Auftritten verschiedener kleiner Künstler*innen. Sobald das Line-up steht, gibt es im Magazin eine kleine Ankündigung.

Stemmerhof

 

 

 

 

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